Text: Nicolas
Erstmals seit Menschengedenken machte der World-Inline-Cup (WIC) in Valencia (Spanien) halt. Da das Rennen gleichzeitig Top Class Status besass, war dieser Wettkampf eines unserer Saisonziele.
Nach zweiwöchigem Sommerwetter und frisch gedruckten neuen Dresses, war unser Team ganz heiss, eine Top-Rangierung am diesjährigen Weltcup-Start zu erreichen.
Nicht ganz so heiss fanden wir die frühe Abflugzeit von Zürich nach Valencia am Samstagmorgen um 7.00 Uhr. Das bedeutete – vor aus den Federn steigen – Frühstück – Zähneputzen – Kleider anziehen – Autofahrt – Checkin Passkontrolle – Gepäckkontrolle – Zeitvertrödeln im Gate Boarding und zu guter Letzt Abflug mit einer FOKKER 100 – Tagwache um 3.50 Uhr!
Das Wetter war perfekt – zumindest in Zürich. Valencia zeigte sich von der trüben Seite, doch waren die Wettervorhersagen mit 101% Sonnenschein und 21°C für den Sonntag kaum zu übertreffen. Nach dem Hotelzimmerbezug wurde nach einem gefühlten einstündigen Fussmarsch die Rennstrecke besichtigt, welche ihrer Bezeichnung gerecht wurde. So fand das Rennen rund um den Hafen des letztjährigen Americas Cup (grösster Segelwettkampf der Welt) statt und verlief gleichzeitig auf der Original F1-Rennstrecke.
Gestärkt durch eine leckere Pizza, einem etwas längeren Schlaf als noch 24 Stunden zuvor und einem üppigen Frühstück, begab sich die vollzählige Renntruppe am Sonntagmorgen früh genug zum Startgelände, um nicht zuletzt die Konkurrenz zu studieren. Da gleichzeitig in Gross Gerau ein grosser traditioneller Bahn-Wettkampf stattfand, war die Konkurrenz im Vergleich zum Berlin-Halbmarathon recht übersichtlich. Auf dem flachen, mit wenig Richtungsänderungen aber reichlich Wind gesegneten 3,2km langen Parcours, mussten 13 Runden absolviert werden.
So nun zum Rennen: Der Start verlief recht ruhig und unser Team begann sich im Peleton einzureihen.
Es war Janick, welcher als erste den zu 999 Prozent zu Tode geweihten ersten Angriff lancierte.
Ab diesem Zeitpunkt war das Rennen eröffnet und das Swiss Skate Team zwang die Gegner mit ständigen Tempoverschärfungen zu Nachführarbeit.
Nach sieben Kilometern konnte sich Roger entscheidend vom Feld absetzen, während sich die Gegner auf unsere restlichen Teamfahrer konzentrierten.
Nach weiteren Attacken verkleinerte sich die Spitzengruppe auf sieben Fahrer, aus welcher schliesslich – nach Bilderbuch Taktik – Seve, Michi und Nico ausreissen konnten. Als die Dreiergruppe Roger einholen konnte, wurde das Rennen aus unserer Sicht zu einem regelrechten 30km Teamzeitfahren.
Angefeuert durch ein super und sehr zahlreich erschienenes, braungebranntes Publikum, konnten wir unseren Vorsprung ständig ausbauen. Da wir den Zuschauern noch unsere Sprinterqualitäten zeigen wollten, fuhren die Schweizer Teamkameraden auf den letzten 50m ausnahmsweise gegen- statt füreinander. Es war Severin, welcher schliesslich die Rolle vorne hatte, dicht gefolgt von Nicolas, Roger und Michael.
Janick kontrollierte während unserem Alleingang das Hauptfeld und sprintete, nach zwei Stolpern auf den letzten 50m, auf den guten 12. Rang.
Überglücklich und mit reichlich rotem Teint, reiste die Mannschaft am Sonntagabend zurück in die Schweiz und freut sich bereits auf das Ostereier-Suchen am schönen Lago Maggiore im Velotrainingslager und nicht zuletzt auf die Rennen am 30.4. und 1.5. in Mauren und Frankfurt.
Fazit:
Die fünf Alpentornados auf acht Rollen haben Geschichte geschrieben, denn sie konnten in Valencia, im Gegensatz zum Schweizer Alinghi und Sauber Team der Konkurrenz den Wind aus den Segeln nehmen und waren stets eine Radlänge voraus.













Hej ihr Alpentornados! Gratulation zu diesem sensationellen Erfolg! Weiter so!